[SPEAKER_02] Ich bin die Ehefrau von Herrn Stein und berichte für ihn. Er sitzt neben mir und hört zu. Seit gestern hat er zeitweise Schmerzen im Rücken. In Ruhe nennt er sie drei von zehn, beim Umlagern sechs von zehn. [SPEAKER_00] Was wurde tatsächlich an Bedarfsmedikation gegeben? [SPEAKER_02] Noch nichts. Auf dem vorhandenen schriftlichen Plan steht Morphin 2,5 mg bei Bedarf. Mein Mann hat davon bisher keine Dosis erhalten. Mein Schwiegervater bekam früher zehn Milligramm, aber das ist eine andere Person und ein alter Plan. [SPEAKER_01] Ich bin Herr Stein. Im Moment kann ich ruhig sprechen und bekomme gut Luft. Ich bin nicht benommen. Mir ist auch nicht übel. Ich möchte nicht, dass aus dem Telefonat eine schon erfolgte Injektion wird. [SPEAKER_00] Wir führen ausschließlich ein Telefonat und haben weder Vitalwerte gemessen noch ein Medikament verabreicht. Der bestehende Bedarfsplan wird heute nicht verändert. Es wird auch keine feste regelmäßige Morphingabe neu angeordnet. [SPEAKER_02] Wir haben für morgen früh schon den Hausbesuch des Palliativteams vereinbart. Die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest. Können Sie das bestätigen? [SPEAKER_00] Das Team hat den Besuch für morgen früh bestätigt. Bei neuen starken, nicht beherrschbaren Beschwerden oder neu auftretender Atemnot sollen Sie den vereinbarten Palliativkontakt sofort anrufen. Ein Krankenhaustransport ist bei diesem Gespräch weder beschlossen noch organisiert worden. [SPEAKER_01] Das ist auch mein Wunsch für den jetzigen Stand. Weitere Änderungen besprechen wir beim Besuch. [SPEAKER_00] Wir ergänzen die Dokumentation um die folgenden ausdrücklich besprochenen Punkte. Der schriftliche Bedarfsplan ist abschließend richtig vorgelesen: Morphin 5 mg statt 2,5 mg. Das ist der bereits bestehende Plan, heute keine Dosisänderung und weiter keine Dosis gegeben. Der bestätigte Palliativhausbesuch ist abschließend morgen Nachmittag statt morgen früh; die genaue Uhrzeit bleibt offen. [SPEAKER_00] Der vorhandene schriftliche Plan nennt ausdrücklich Morphin als orale Lösung; eine Konzentration ist nicht genannt. Der Patient hat eine eigene Patientenverfügung, sie liegt der Praxis heute als Kopie vor. Er stimmt zu, den aktuellen Gesprächsstand an das Palliativteam zu übermitteln. Eine Sauerstoffgabe wurde während des Telefonats nicht durchgeführt. [SPEAKER_01] Bitte halten Sie bei den neuen Angaben fest, was nur besprochen oder geplant wurde und was tatsächlich schon erfolgt ist. Angaben zu meinen Angehörigen gehören weiter zu deren eigener Geschichte. [SPEAKER_00] Ja, wir unterscheiden die tatsächlich bestätigten Angaben von früheren oder fremden Notizen. Ungeklärtes wird dadurch nicht automatisch gesichert.